28. Abendstraßenlauf Herxheim

Die Pfalz und Bezirksmeisterschaften über 10km standen für Freitag abend an. relativ kurzfristig vor wenigen Wochen hatte ich so neben her im Training zugesagt zu starten. Eigentlich wollte ich nicht starten. Letztes Jahr war ich schon mega unvorbereitet und dieses Jahr sah es auch nicht viel besser aus. Ich hatte in der Woche nur 2 Trainingseinheit absolvieren können. Allerdings konnte ich die Wochen davor ziemlich gut trainieren. Am Freitag war es dann noch so, das ich länger arbeiten musst und so nicht wie geplant gemütlich zum Wettkampf fahren konnte, sondern schnell heim Klamotten Packen und ab zum Wettkampf. Larissa hat mich begleitet. ca. 30 Minuten vor dem Start waren wir dann vor Ort. Noch ein Gruppenbild machen und so blieben mir noch 15 Minuten bis zum Start. Noch einlaufen bringt nicht viel. Also einfach nur etwas die Straße hoch und runter laufen. Ich wurde immer nervöser. Die schnellen Leute welche Gemeldet waren, habe ich an der Startlinie erst mal nach vorne gelassen. Der Tag stand so unter keinem guten Stern. Nach ca. 100 Meter haben auch einige direkt Tempo gemacht. Hanns Christiansen von Kaiserslautern und noch ein paar Sammelten sich zu einer kleinen 6er Gruppe einige Meter vor mir. Ich habe sie erstmal laufen lassen, da das Anfangstempo mit ca. 3:00 doch deutlich zu hoch war. Nach 800m konnte ich dann wieder aufschließen und blieb von da an hinter der Gruppe. Auch mein Freund Philipp Wagner konnte wieder etwas aufschließen. Mit der nur ca. 10 Mann großen Gruppe ging der erste Kilometer dann in 3:14min vorbei. Doch bereits kurz nach Kilometer 2 passierte in der Gruppe etwas. Das Tempo viel doch spürbar ab und für mich stand  fest, jetzt nicht auch das Tempo verschleppen. Also Blieb ich dran, bzw. ich erhöhte wieder das Tempo minimal. Wir liefen eine Pace ca. 3:30 bis 3:35 und ich versierte wieder auf 3:15 min/km. Doch niemand ging mit. Erste Gedanken kamen auf, da ich dieses Tempo bisher noch nie gelaufen bin, ob ich es überhaupt durchhalte, ob die anderen recht behalten sollten, dass sie das Tempo etwas drückten. Ich dachte mir einfach ok,

..... ???? " nichts leere ?????. Dann so ein kurzer Gedanken naja versuch es bis km 6.

Die erste Runde absolvierte ich dann als führender und blieb dem letzten Gedanken treu. Auch bis Kilometer 5 merkte ich noch keine Muskulären oder andere Körperlichen Probleme. Vielleicht ging die Rechnung auf. Das Begleitfahrrad sagte mir dann auch erstmals den Abstand nach hinten. Der sich nur minimal vergrößert hatte. Vermutlich wollten dann doch die Verfolger mich nicht wirklich ziehen lassen und erhöhten ihr Tempo auch wieder. Bei Kilometer 5 zeigte dann die Uhr ca. 16:30 (neue PB). Erst gegen ende der 2ten Runde merkte ich, dass es etwas schwerer wurde. Doch konnte ich mit vermutlich 100m Vorsprung und dass alle Leute gesehen haben, dass ich noch führe jetzt nicht in der letzten Runde schlapp machen. Also habe ich nochmal versucht das Tempo nicht zu stark fallen zu lassen. Bei ca. 3:30 knapp drunter konnte ich es halten. Erst auf dem letzten Kilometer hörte ich dann, wie einige Zuschauer die Läufer hinter mir mit Klatschen und rufen nach vorne trieben. Umgedreht habe ich mich extra nicht um keinen Schock zu bekommen, dass die Entfernung doch nicht so groß war wie ich angenommen hatte. Allerdings fühlte ich mich auf den letzten 2 Kilometern so sicher, dass ich in einem richtigen Fight gewinnen würde, da ich mich warum auch immer nochmal richtig stark fühlte. Erst als die letzte Kurve genommen war, forcierte ich nochmal ganz leicht das Tempo, da ich mir auch nicht sicher war, ob es mit einer Zeit unter 34 Minuten noch klappen würde, denn das war mein zweites Ziel auf den letzten 2 Kilometern als ich es auf der Uhr fast nicht glauben konnte, noch eine Zeit unter 34 Minuten laufen zu können.

Hier noch alle Wettkampfdaten auf Garmin Connect.

Und natürlich nicht zu vergessen der Zeitungsbericht in der Rheinpfalz nach dem Wochenende.