13. Herxheimer Jedermann Triathlon 2015

Am Sonntag fand bereits zum 13. mal der Herxheimer Jedermann Triathlon statt.

Da ich dieses Jahr wirklich wenig Wettkämpfe bestreite und bisher auch kein genaues Ziel für einen Wettkampf habe, trainiere ich nach Lust und Laune. Dabei ist mal das Laufen oder Radfahren pro Woche im Focus, je nach dem wie es mit Wetter und Arbeit gerade passt.

So kam es, das ich dieses Jahr wirklich mal ein paar Radkilometer gesammelt habe. Mein Radfahren hat sich dadurch etwas verbessert, allerdings habe ich noch keine gute Position auf dem Rad gefunden. Noch arbeite ich sehr viel auf dem Sattel. Um überhaupt im Schwimmen nicht komplett den Anschluss zu verlieren, bin ich mit Tim, einem alten Triathlon Freund aus Forster Zeit, 2 mal noch in den Wochen vor dem Start schwimmen gewesen. Man muss sagen er hat mich vermutlich in den 2 mal schwimmen wirklich gut aufgebaut. Denn er schwimmt so gut, das ich bei den 200m Schwimmeinheiten mit 30 Sekunden Pause für ihn nur jeweils 5 bis 10 Sekunden bekommen habe. Es war also fast immer Anschlag. 🙂 Aber sowas gefällt mir. Wenig Pause und weiter.
Es waren dieses mal wieder gute Schwimmer dabei und natürlich auch meinem nicht vorhanden Schwimmperformance ist es geschuldet, das ich nicht als 2 oder 3 wie sonst aus dem Wasser sondern als vermutlich 6er kam. Am Start sind gleich mal alle auf meiner Bahn weg geschwommen. Ein hohes Tempo welches ich nicht mitgehen wollte um nicht schon kaputt aus dem Wasser zu steigen. Da ich hinter den Leuten geschwommen bin und noch 2 versucht haben von außen sich auf der Bahn vorbeizurücken habe ich auch gleich mal den ersten richtigen Fußschlag mitten im Gesicht gehabt. Normal bin ich da vorsichtiger, aber auf der Bahn ging es dieses mal echt eng zu. Einer Gruppe bin ich dann mit etwas Abstand gefolgt. Die Gruppe war sehr unruhig und hat sich auch immer wieder gemischt und abgewechselt. Als ich dann nach 300m aufgeschlossen habe und vermutlich der führende bis dahin in der Gruppe nach hinten durchgereicht wurde, wollte ich auch an ihm vorbei, da ich etwas schneller unterwegs war und meinen Rythmus gefunden hatte. Doch direkt neben ihm schwimmend machte er sogar noch die Bahn noch enger und kam von der Leine ab und wollte mich auf die Schwimmseite der entgegenkommenden Schwimmer abdrängen. Da gerade die Führenden kamen, habe ich nachgegeben und bin hinter ihm geschwommen. Auch an der nächsten Wende bin ich wieder diesmal auf der anderen Seite direkt an der Leine neben ihm schwimmen wieder voll abgedrängt worden. Ich habe ihn sogar 3 bis 4 mal leicht berührt, dass er merkt hier wird es eng und er nicht näher an die leine schwimmt, da ich bereits schon fast in seitlicher Lage war um überhaupt noch weiter schwimmen zu können. Natürlich er hat zur hälfte der Strecke dann einfach wieder komplett zugemacht. Dabei habe ich nochmal eine mitbekommen. Im Bruststil musste ich dann gleich 2 - 3 Meter in kauf nehmen. Aber ab da habe ich nur gedacht. Für die 150 noch verbleibenden Meter musst du nicht jetzt noch 3 Sekunden rausholen. Somit bin ich ca. als 6. aus dem Wasser direkt nach der Gruppe.

Radschuhe an, Rad in die Hand und ab auf die Strecke. Ich war mitten in dieser Gruppe. 1 - 2 Leute haben mich vielleicht noch in der Wechselzone eingeholt oder überholt. Allerdings kam jetzt meine Chance. An einem guten Tag wusste ich kann ich wirklich gut Radfahren dieses Jahr.
Auf dem Rad musste ich dann etwas Dampf machen, obwohl meine Beine an diesem Tag nicht sonderlich gut waren. Am Donnerstag hatte ich erst 10x1000m absolviert. 🙂 Naja auf dem Rad konnte ich aber dann ziemlich zügig die vor mir fahrenden überholen. Bereits nach 2km hatte ich sogar den ersten Schwimmer eingesammelt. Marco Weschler war dann nur noch vor mir. Von hinten kam allerdings bereits Markus Ring. Er muss direkt nach mir vermutlich aus dem Wasser gestiegen sein, denn ich bin sehr flott mit fast 48km/h richtung Hatzenbühl die ersten 3,3km gefahren. Das kann auch er als sehr guter Radfahrer nicht einfach so aufholen. Für mich galt es jetzt das Tempo hochhalten um an Marco Weschler herran zu fahren und Markus nicht zu schnell auflaufen zu lassen. In der letzten Runde war Markus an mir dran und ist Richtung Hatzenbühl auch an mir vorbei. Bis ich am Ausgang des Waldes Richtung Hatzenbühl den Turbo nochmal gezündet habe. Da sind wir dann mit 46 bis 49 km/h Richtung Hatzenbühl. Marco hatte uns ja bereits vorher gesehen und hatte sich noch heftig gewehrt und auch an Tempo zugelegt. Richtung Herxheim habe ich dann die Führung übernommen und bei immer stärkerwerdenden Gegenwind dann wirklich alles gegeben was an dem Tag in den Beinen war. Vielleicht etwas zu viel. Da ich nie Rad / Laufwechsel geübt habe. Bis zur Wechselzone hatte ich dann ca. 100 bis 200m Vorsprung noch rausgefahren. Marco hat sehr schnell gewechselt und auch Markus hat mich noch in der Wechselzone überholt. Da ich beim Bücken bereits Krämpfe in den Waden bekommen hatte, musste ich aufpassen nicht zu hart anzulaufen. Obwohl beide bereits vor mir waren. Direkt auf der Laufstrecke musst ich dann 2 mal anhalten und etwas dehnen. Marco war da bereits ca. 200 meter weg und Markus ca. 100m vor mir. Innerlich wollte ich schon fast aufgeben. Habe mir dann gesagt, ok jetzt schaust einfach mal wie du laufen kannst. Nach dem 1 Kilometer ist der Abstand minimal kleiner geworden. Markus hatte noch 60m Vorsprung und Marco 120m. In der dritten Runde war es dann um Marco geschehen und Markus im Schlepptau mit mir, konnten an Marco vorbeiziehen. Die Beine wurden besser und als die 4te Runde begann lag ich dann mit 1 bis 3 Sekunden in Führung. Als ich gesehen hatte, ich könnte noch knapp an die 1 Stunden Marke ran kommen, habe ich nochmal alles versucht und auf der letzten Runde das Tempo erhöht. Da hatte mir dann das Donnerstagstraining noch etwas gebracht. Auf meiner Uhr standen dann exakt 1:00:00. Ärgerlich aber die Zeit laut Ergebnissliste lag ja dann doch noch bei 59:58. Sieht einfach besser aus.

Erwähnen musst man glaube ich auch die Laufleistung von Oliver Trauth der an diesem Tag wirklich wahnsinn gelaufen ist. Er hatte mich noch bei km 3 ca. überholt und somit wieder zurückgerundet, da die Laufstrecke eine 1km lange Runde ist. Seine Pace muss vermutlich bei 3:30 gelegen haben. Ich konnte an diesem Tag einfach nicht folgen. Leider hat er dann das Sprintduell um Platz 4 mit 1 Sekunde gegen André Zschaubitz verloren.

Jetzt heißt es Füße hochlegen, etwas lockern und die Waden wieder locker bekommen, denn diesen Wettkampf merke ich noch. 🙂 Spass hat es gemacht und vielleicht klappt es nächstes Jahr wieder und wir haben auch wieder so tolles Wetter.