Mannheim Dämmermarathon 2015

Montag 04.05:
Christoph (Teamkapitän Dämmermarathon Mannheim) schreibt mir, er habe sich bei unserer GoKart Session am Samstag so schwer verletzt, dass er eine Rippenprellung davon getragen hat und sich nicht locker bewegen kann. 🙁 Schwer enttäuscht habe ich ihn aber erstmal getröstet und gute Besserung gewünscht. Ich hatte bereits so eine Vorahnung beim GoKart fahren. "Erst mal abwarten, vielleicht wird es ja noch bis zum Wochenende."

Mittwoch 06.05:
Christoph hat sich wieder gemeldet und geschrieben, dass er am Abend versucht zu laufen, und dass es schon leicht besser geht. Aufatmen und weiterhin Daumen drücken und zu Gott beten, dass es schnell besser wird.

Freitag 08.09:
1 Tag bis zum Start. Es ist bereits 10 Uhr. Plötzlich kommt eine Nachricht aufs Handy. Christoph ....... ..... ....
Die Nachricht ist zu lang als das Sie im Infofeld bereits zu lesen ist. Schnell öffnen denke ich mir nur. ... Stille, Ruhe, dann nichts. ....
Christoph kann sich seit heute früh nicht mehr richtig bewegen. Es ist schlimmer geworden, an einen Start ist absolut nicht zu denken. Für mich eine kleine Horrornachricht, denn es ist für mich der erste Wettkampf, auf den ich mich richtig gefreut und auch etwas vorbereitet habe. Was soll ich machen. Erstmal mit meiner Frau sprechen. Es gehen so Gedanken durch den Kopf. Komplett alleine Laufen. Absagen, da ich mich selbst nicht so fit fühle. Waden sind schwer und hart. Jemanden finden, der für Christoph einspringt? ... Alles offen. Das Handy geschnappt und auf dem Display wie wild geschrieben. John, Oliver und Co. Erst keine Reaktionen, dann leider Absagen weil Oliver auch eine Rippenprellung von einem schweren Radunfall noch hat.
14 Uhr: Larissa ruf mich gerade an, ob sie jemand unerfahrenes im Laufen fragen soll. Vielleicht schaft er ja 7 bis 13 km. Zumindest ein Anfang. Am anderen Telefon klingelt es gerade. ...."John" ... Oh ich muss rangehen. Dann die Erleichterung. John freut sich mega mit mir in Mannheim zu Starten. Er kommt extra von Frankfurt nach Mannheim gefahren. Ok den Rest klären wir später, da er kurz angebunden ist und weiter arbeiten muss.

Raceday:
Früh 12 Uhr bin ich mit Larissa nach Mannheim und habe alles umgemeldet. Andere Chipnummer und den Staffelläufer namentlich noch ändern.
17:00 Uhr ... endlich bin ich angekommen. John habe ich bei der Marathonmesse getroffen. Startnummern austauschen warmlaufen. Etwas Hektik kommt auf, da die Startblock zum Start geführt werden. Wir sind natürlich wie eigentlich immer etwas zu spät. 🙂 John steht daher noch vor dem Band bei den Profiläufern. Ich glaube er hat sich mega gefühlt. Wie ein Star. 🙂 Er steht direkt hinter dem späteren Sieger. :-).

Start: ..... (Johns Bericht wird folgen)

km19: Staffelwechsel (Wechselzone 3) John kommt und ist sichtlich fertig. Er hat alles gegeben. Ich laufe los. Schaue auf du Ihr nach einigen hundert Metern und bin entsetzt über die Zeit und mein Gefühl. 3:28 ... 3:33 und was man nicht wieder geben kann mein Gefühl. Es fühlt sie Mega gut an. So locker, ich habe so viel Spass. Strahl wie ein Weltmeister hinter meiner Brille, spiele mit dem Publikum. Mal feuern Sie uns an, mal bin ich der das Publikum anfeuert, wie geil die eigentlich sind und so Stimmung machen. Selten so viel Spass gehabt. Es läuft super. Nach 1 Kilometer biegt ein Halbmarathon Mann vor mir links ab. Ich muss gerade aus und weit und breit niemand vor mir. Nach weiteren ca. 1,5km sehe ich jemand. Dabei noch ein Radfahrer. Das Tempo ist hoch. Die Uhr sagt immer noch Pace 3:38min/km. Ich habe bewusst mich zurückgehalten, da ich weis, dieses Tempo von den ersten 100 Metern kann ich nicht laufen. Es ist der 3. Mann auf der Marathonstrecke. Nur langsam nähere ich mich. Es war irgend wo bei Kilometer 8 wo es dann nur noch ca. 100m waren bis zum sehr stark laufenden 3. Mann und bester Europäer. Irgendwo bei Kilometer 29km auf der Strecke habe ich ihn gestellt. Dann habe ich ihm noch etwas Windschatten gegeben und wir sind gemeinsam bis Kilometer 36 gelaufen. Dort allerdings war es um mich geschehen und ich musst ihn ziehen lassen. Das Training gibt leider noch nicht längere Strecken als die 15km welche ich bis dahin in den Beinen hatte her. Jetzt musste ich mich alleine durch die Stadt quälen, denn es ging wieder über die Rheinbrücke von Lu nach Ma durch das Mannheimer Schloss in die City zum Ziel am Wasserturm. ca. 1 km vor Schluss hat mich noch ein Staffelläufer stehen lassen, welchen ich vermutlich bei Kilometer 24 überholt hatte. Mit der Startnummer "11419" und einer Zeit von 02:42:48 kamen wir dann ins Ziel. Im Duo wurden wir 3ter. Ich bin überglücklich wieder mal gestartet zu sein und bin auch super happy über die abgerufene Leistung. Auf dieser lässt sich noch feilen, wenn mir die Zeit dazu bleibt.

Wenn ihr nächstes Jahr starten wollt, könnt ihr euch hier umschauen. Auch wenn es 2014 einige größere Probleme gab, so fand ich die Organisation ganz gelungen. Die Streckenführung ist gut, leider auch einige schwere Brücke dabei, aber dafür gibt es in Ludwigshafen mega geile Stimmung.

http://www.marathonmannheim.de/

Hier findet ihr noch einige Bilder.