Graben Duathlon 2015

Am Sonntag war es soweit. Der erste Wettkampf des Jahres stand an. Die Form zeigte im Training schon nach oben. Die letzten Wochen konnte ich auch ziemlich gut trainieren, auch wegen des sehr guten Wetters.

Am Sonntag war der Wettergott gut eingestellt, so dass es den kompletten Wettkampf über sehr gutes Wetter gab. Sogar hätte man fast von einem Hitzerennen 🙂 sprechen können. Es wurde zum Schluss sogar gute 20 Grad erreicht.
Früh aufstehen, Rad und Taschen im Auto verpacken und ab nach Graben. Das Wetter so zu dieser Zeit noch bescheiden aus. Christoph treffen und Startnummer etc holen. Noch ein kurzer plausch und dann hat sich erstmal jeder für sich warm gemacht. Ich habe mein Rad ausgeladen und in die Wechselzone gebracht. Christoph ist sich einlaufen gegangen. Langsam hat er etwas angst bekommen, da Marcus Jancura nachgemeldet hatte. Er hat noch 1 Auto vor Christoph geparkt, und als er den Radfahrer von sah, und was für Material er hatte und wie er sich vorbereitet, ging ihm doch etwas die Pumpe ab. Ich habe versucht ihn etwas zu beruhigen und ihm gesagt, nur weil sich jemand vorbereit und gutes Material hat, macht es noch keinen guten Radfahrer aus ihm. Ich kann einigermaßen Radfahren und das tägliche Training mit dem Mountainbike auf Arbeit ist auch nicht zu verachten. Dann ging es auch schon bald los. Ich habe mich umgezogen und bin zum Start um zu sehen wie Christoph angeht.

9:30 "Peng" ... äh, äh ,äh, ah jetzt haben es alle gemerkt. Das war der Startschuss. Nach leichter Verwirrung ging es um ca. 2 Sekunden Verspätung für alle los. Christoph war dadurch ganz vorne, doch nach der ersten Kurve hat er sich leicht zurückfallen lassen und erstmal die anderen Arbeiten lassen. Nach 17:45 min kam er dann in die Wechselzone. ca. 5 Sekunden hinter ihm Marcus. Ich wollte es nicht gleich übertreiben, da der Radfahrer von Marcus sehr heiß auf das Duell schien. Er ist direkt beim aufstieg noch an mir vorbei. Ich wollte ihn mir erstmal beobachten wie er so fährt. Doch beim Schuhanziehen bin ich dann an ihm schon vorbei. Vor der nächsten Kurve hat er mich dann wieder überholt. Jungspunt :-). Naja als er diese Kurve doch sehr langsam nahm, habe ich ihm erstmal noch gesagt, dass er diese Kurven doch etwas schneller nimmt, sonst wird es sehr gefährlich. Dann bin ich an ihm wieder vorbei. Auf den folgenden Kilometern haben wir uns noch zwei mal abgewechselt. Dann kam das Führungsmotorad und mit ihm ein alter Bekannter. "Heu on Wheels" Thomas Heuschmid. Ein Vereinskamerad aus dem TV Forst Triathlon Team. Er ist einfach so an uns vorbeigezogen. Anstrengung in seinem Gesicht bei Gegenwind und Tempo 40 bei uns?? "Null". Er sitzt einfach auf dem Rad und tritt wie eine Nähmaschine. Der Wahnsinn. Schön war, dass auf dem Motor auch zwei Bekannte vom TV Forst saßen und einem trotzdem Mut gemacht haben, dass man gut fährt. Zu Jan Kugler (Radfahrer von Marcus Jancura) war jetzt schon eine minimale Lücke von ca. 50 Meter entstanden. Bis zum ende der Ersten Runde sollte diese sich bis auf ca. 100m ausbauen. Thomas war da bereits nicht mehr zu sehen. Jetzt kam auch der zweite TV Forst'ler an mir vorbei. Markus Rolli war nicht weniger langsam als Thomas. Hinter Markus konnte ich im Abstand von 10 Meter nochmal gute 3 km mitfahren bis ich wegen des immer stärker werdenden Windes und meiner doch schwindenden Kräfte abreisen lassen musst. Der Vorsprung auf Kugler war bis dahin auf ca. 200m angewachsen. Eingangs der Dritten Runde habe ich etwas langsamer gemacht, da ich merke ich komme nicht wirklich weg und Jan kam doch wieder leicht näher und hatte nur noch 150m Rückstand. Er ist anscheinend immer wieder harte Intervalle gefahren und hatte es geschafft bis ca. 2-3 km vor Schluss komplett auf mich aufzuschließen und hat sich noch direkt vor mein Rad gesetzt in der Wechselzone. Da sieht man wie heiß er war. Ich wollte jedoch nichts riskieren, da dieser Vorsprung von nicht mal 1 Sekund in der Wechselzone nicht ausschlaggebend sein wird. Christoph und Marcus haben dann die Wechselzone gemeinsam verlassen.
Marcus in Führung und Christoph direkt hinter ihm. Auf der Strecke müssen Sie sich teilweise abgewechselt haben. Wie Marcus erzählt, hat er versucht das Tempo immer wieder mal zu erhöhen, jedoch ist Christoph immer dran geblieben. Ca. 400m vor dem Ziel habe ich die beiden dann gemeinsam gesehen. Ich habe Christoph noch zugerufen "dran bleiben und beißen". Das war das Zeichen für Christoph jetzt oder nie und da war sie wieder mal, Christoph animalischer Schlussspurt. Da zeigt sich, dass er früher mal die 400m und 800m sehr gut gelaufen ist. Marcus konnte nicht mehr folgen und kam 10sec nach uns ins Ziel und wurde somit 2ter mit seinem Team.

Man muss noch erwähnen. Thomas Heuschmid hat souverän gewonnen. Selbst Markus Rolli konnten die Teamläufer nicht mehr einholen. Eine Wahnsinns Leistung, was die beiden abgerufen habe. Auch allen anderen Starten großen Respekt vor allen individuellen Leistungen. Sport verbindet, dass hat man an diesem Tag wieder deutlich gemerkt, wie alle miteinander umgegangen sind.